Diözesane Räte

im Bistum Regensburg

R E G E N S B U R G. Zur neuesten Werbekampagne der Firma Benetton erklärt der Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Regensburg, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, MdL: Die Fotomontage, die einen Kuss zwischen Papst Benedikt und dem Kairoer Imam Ahmed al-Tayyeb zeigt, verletzt die Gefühle sowohl der katholischen wie auch der muslimischen Gläubigen. Es ist unerträglich und vollkommen inakzeptabel, dass Bilder eines hohen Geistlichen des Islams und des Oberhauptes der katholischen Kirche manipuliert werden.

"Es ist ein Skandal, dass Benetton zum wiederholten Mal eine Werbekampagne durchführt, die mit unredlichen Mitteln arbeitet, um kommerzielle Zwecke zu erreichen. Benetton und die von diesem Unternehmen beauftragte Werbeagentur wollen damit nur Proteste provozieren, die ihnen die Aufmerksamkeit der Medien sichern soll" sagte Graf Lerchenfeld. Mit Bildern, die Aids-Kranke verunglimpften und Kinderarbeit in Ländern der Dritten Welt mit dem Logo "United Colors of Benetton" geschönt darstellten, hat das Unternehmen bereits in den 90iger Jahren bewiesen, dass ihm jedes Mittel recht ist, um seine kommerziellen Zwecke zu erreichen.

"Jeder einzelne sollte sich wirklich sehr gut überlegen, ob man die Produkte eines Unternehmens kaufen kann, das wieder einmal jeglichen Respekt vor der Würde des Menschen vermissen lässt." so Graf Lerchenfeld weiter.

Das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Regensburg begrüßt es ausdrücklich, dass der Vatikan bereits rechtliche Schritte gegen eine weitere Nutzung der Fotomontage eingeleitet hat. Das Diözesankomitee fordert die Werbewirtschaft auf, sich von Kampagnen dieser Art, die offenbar alle elementaren Regeln des Respekts vor den Menschen verletzen, zu distanzieren.

Regensburg, 18.11.2011