Diözesane Räte

im Bistum Regensburg

Für ein enges und "freundschaftliches Verhältnis" zwischen Staat und Kirchen in Bayern in Bayern plädierten Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und die weiteren Podiumsteilnehmer. Beim Podiumsgespräch am 28.11.2011, zu dem die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit eingeladen hatte, wurde die besondere Rolle der Kirche für Staat und Gesellschaft herausgehoben.

Kardinal Marx erinnerte daran, dass Staat und Kirche zwar getrennt seien, doch sie seien Podiumsgespräch Kirche und StaatDie Teilnehmer am Podiumsgespräch der Landeszentrale für politische Bildung (v.l.n.r.: evang. Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Moderator Prof. Andreas Bönte, Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, Kultusminister Ludwig Spaenle) durch ein freundschaftliches, konstruktives Miteinander verbunden. "Die Staatsleistungen erwachsen aus der Säkularisierung!", so Kardinal Marx, "der Staat habe sich Kirchengut genommen, sich aber verpflichtet, die Kirchen so auszustatten, dass sie ihre Aufgabe der Verkündigung erfüllen könne. Landesbischof Bedford-Strohm betonte: "Es gibt viele gute Gründe, an dem guten Verhältnis zwischen Staat und Kirche festzuhalten." Die Kirchen schaffen für ihn eine spirituelle und ethische Infrastruktur, die für die Gesellschaft wichtig sei. Dagegen beschrieb der Kirchenrechtler Christian Waldhoff die Entwicklung der großen christlichen Kirchen als "bröckelnd"! Dieser Einschätzung widersprachen die Vertreter der Kirchen, denn die Leistung der großen Kirchen seine jene Konstanten, die der Staat auch brauche und so von den Kirchen Nutzen habe.

Edmund Speiseder