Diözesane Räte

im Bistum Regensburg

Pressemeldung zur Vollversammlung des Diözesanpastoralrats

Der Diözesanpastoralrat des Bistums Regensburg ist am 07.06.2013 zur ersten Vollversammlung nach der Sedisvakanz zusammengekommen. Nach dem Katholikentagsgebet, das zur Einführung gebetet wurde, betonte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in seinen eröffnenden Worten die Wichtigkeit des Gremiums, da darin das ganze Bistum abgebildet sei.

Ganz aktuell beschäftigte sich das Gremium mit dem Hochwasser, das in den vergangenen Tagen viel Leid und Not in einigen Regionen des Bistums hinterlassen hat. Bischof Rudolf betonte die Solidarität mit den Geschädigten und berichtete, dass er eine Sonderkollekte angeordnet habe sowie mit Bargeldhilfe als Sofortmaßnahme den am schlimmsten Betroffenen geholfen werden soll. Auch auf die ohnehin vorhandenen Beratungssysteme soll verwiesen werden, um die Betroffenen nicht alleine zu lassen. Den Mitgliedern des Diözesanpastoralrats war es ein Anliegen, sich um Nachhaltigkeit zu bemühen und denen zu helfen, die durch alle Sicherungsmaßnahmen gefallen seien. Dazu soll nach einer geraumen Zeit nochmals überprüft werden, wo immer noch Hilfe nötig sei.
Bischof Rudolf berichtete auch von den ersten beiden Pastoralbesuchen in den Regionen des Bistums. Ihm sei wichtig, das Bistum kennenzulernen und "hinein ins Bistum" zu gehen. Er wolle sich ein Urteil bilden, um zu erfahren, was anliege und was zu tun sei.
Ein Themenschwerpunkt war der 99. Deutsche Katholikentag, der vom 28. Mai bis 01. Juni 2014 in Regensburg stattfindet. Michaela Schmid, diözesane Referentin für den Katholikentag, stellte kurz die Organisationsstruktur und das Programmschema vor. In der Geschäftsstelle des Katholikentags, die gemeinsam vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und dem Bistum Regensburg getragen wird, würden alle Fäden zur Vorbereitung zusammenlaufen. Sie stellte den aktuellen Planungsstand bei den Veranstaltungsorten sowie den acht Zentren vor. Wichtig sei, bereits jetzt anderen vom Katholikentag zu erzählen und zum Mithelfen und Teilnehmen einzuladen. Anmeldungen seien ab 01.07.2013 möglich, wobei es auch Frühbucher- und Gruppenrabatte gebe. Für das Bistum sei besonders der "Abend der Begegnung" sowie der "Bistumsplatz" wichtig, da dies gute Gelegenheiten seien, bei denen sich die Diözese den Besuchern aus ganz Deutschland präsentieren könne. Zur pastoralen Vorbereitung sei das Katholikentagskreuz im gesamten Bistum unterwegs, außerdem gebe es mehrere Ausgaben der Publikation "Auf dem Weg", die sowohl über die Hintergründe und Inhalte des Katholikentags informiere als auch Impulse für die pastorale Arbeit enthalte.
Der Diözesanpastoralrat beschäftigte sich auch mit dem Thema "Eucharistie/Sonntagskultur". In Kleingruppen gingen die Mitglieder verschiedenen Fragestellungen nach, wie z.B. die Eucharistiefeier in Pfarreiengemeinschaft den Mittelpunkt bilden könnte oder wie der Sonntag sinnvoll gestaltet werden könne. Einhellige Meinung war, die Sonntagspflicht in eine positive Form zu bringen. Der Sonntag solle kein langweiliger Tag sein, sondern Höhepunkt der Woche. Das neue Gotteslob solle zum Hausbuch werden, das auch der Vorbereitung auf den Sonntag dienen könne. Bischof Rudolf regte an, auch im Gottesdienst die Gäste willkommen zu heißen, damit man auch in fremden Kirchen "dahoam" sei. Es sei schön, dass wir als Katholiken nirgendwo fremd seien. Einig waren sich die Mitglieder auch, dass es gerade in Pfarreiengemeinschaften wichtig sei, Begegnung sowohl innerhalb des Gottesdienstes als auch außerhalb zu schaffen. Wichtig sei auch, Zugezogene in die Pfarrgemeinden zu integrieren. Auch wenn Gläubige aus verschiedenen Gründen nicht die Kommunion empfangen dürften, solle dies keine Stigmatisierung sein. Bischof Rudolf betonte, dass dies keine Exkommunikation sei. Durch den Besuch der Eucharistiefeier sei eine Begegnung mit Christus dennoch möglich. Er habe in Kladrau gute Erfahrungen mit dem Segensgestus ohne Kommunionempfang gemacht.
Für die nächste Pfarrgemeinderatswahl, die am 16. Februar 2014 stattfindet, regte der Diözesanpastoralrat eine Satzungsänderung an. Er empfahl, dass der Pfarrgemeinderatssprecher nicht gleichzeitig auch Kirchenpfleger sein solle, um Probleme im Konfliktfall zu vermeiden. Es gebe - sehr wenige - Fälle, in denen diese Konstellation eingetreten sei. Außerdem gaben die Mitglieder das Votum ab, dass wie bisher der Pfarrgemeinderatssprecher nur maximal zwei Wahlperioden im Amt sein solle, aber mit ¾-Mehrheit der Pfarrgemeinderatsmitglieder weitere Wahlperioden im Amt bleiben könne.

Regensburg, 08.06.2013

Manfred Fürnrohr
Geschäftsführer Diözesane Räte

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Michaela Schmid, diözesane Referentin für den Katholikentag, berichtet über den aktuellen Stand der Vorbereitungen des 99. Deutschen Katholikentags, der vom 28. Mai bis 01. Juni 2014 in Regensburg stattfindet13 06 07 DiPR VV 03

Martin Haltmayer, Mitglied im Diözesanpastoralrat, im Gespräch mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer 

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Die Mitglieder des Diözesanpastoralrats bei der Kleingruppenarbeit